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Das Stadtbild im Wandel der Zeit

Der alte Stadtkern erstreckte sich als zusammenhängende Häuserreihe in der Nähe des heutigen Ginggäßleins bis hinunter zur Saalgasse.
Die breit angelegte Marktstraße bildete gleichzeitig den Markt.

In der Brauhausgasse bis zur Steinmühle, am Ehrlich- bzw. Wetterabach und am Saaleufer gegenüber der Kühnmühle hatten die Lohgerber ihre Werkstätten.

Eine schmale Gasse führte damals von der Marktstraße bis zur Kirche, die von einem Friedhof umgeben war. Der heutige Kirchplatz wurde erst nach dem Brand von 1835 geschaffen.


Höchstwahrscheinlich war die Altstadt nicht von einer Mauer umgeben. Blickt man jedoch von der heutigen Gerberstraße aus auf die Hinterfronten der Häuser an der Marktstraße, lässt ihre abschließende Bauweise doch einen gewissen Schutz nach außen erkennen.

Die mittelalterliche Altstadt wurde durch das Obere Tor an der Marktstraße beim Ginggäßlein und das Untere Tor am Bach begrenzt.

Um diesen alten Siedlungskern entstanden seit 1650 eine Reihe neuer Siedlungsgruppen. Bis gegen 1670 wurde die Saalgasse weiter bebaut. Diese Häuser sind aber durch die Bauten der ausbreitenden Lederfabrik wieder verschwunden. Vor dem Oberen Tor zogen sich die Häuser bald bis zum späteren Amtsgericht hin. Nachdem die Reußen Herren von Hirschberg geworden waren, erfolgte die Anlage der Siedlung am Berg. Um 1800 wurde die jetzige Hofer Straße weiter bebaut und nach 1870 das neu erschlossene Gelände an der Schulstraße in unmittelbarer Nähe der Stadt.


Im Jahre 1879 begann der Bau der Alten Villa in der Uferstraße und der Ausbau einer Gerberei und ehemaligen Textilwerkstätten zu einer Villa. Um 1890 wurden dort die Arbeiterwohnungen erweitert.

Alte Stadtansicht 19. Jahrhundert
Ansicht von Hirschberg im 19. Jahrhundert

 

 
Der Bau der Häuser an der Bahnhofstraße begann 1900, während das Viertel zwischen Bahnhofstraße und Lobensteiner Straße (Beamtenviertel) zwischen 1907 und 1910 entstand.

In den Jahren 1920 - 1922 wurden der neuere Teil von "Jerusalem" (Arbeiterwohnungen) und 1920 - 1924 die entfernter liegenden Häuser an der Straße nach Dobareuth errichtet. Mit dem Jahre 1925 erfolgte die Erschließung des Baugeländes am Maulberg.


Das Stadtbild wurde besonders durch die sich entwickelnde Lederfabrik geprägt, deren Gebäude sich von der Saale bis zu dem 1892 eröffneten Bahnhof hinziehen.

Nach 1945 entstanden in verschiedenen Stadtvierteln Wohnbauten, das Kulturhaus und eine Kaserne. Im Zuge der Grenzmaßnahmen kam es bedauerlicherweise zum Abriss einiger Häuser in der Nähe der Saale (Steinmühle und Gaststätte Hag).

Bis zum Herbst 1989 prägten Mauern, Stacheldraht und Todesstreifen nachdrücklich das Leben in der Stadt.

Auf dem steilen Felsen des Lohberges Ansicht alte Steinmühle mit dem Schloss
steht das Schloss.


Von der Höhe des Schlossfelsens aus hat man eine herrliche Aussicht auf die Stadt, die Saale und das gegenüberliegende fränkische Land. 
Im Bereich des Schlossfelsens finden wir eine geologische Besonderheit. Es handelt sich um den "Hirschberger Gneis".


Dieses Gestein ist unter dem Schloß am Felsenhang aufgeschlossen. Am rechten Saaleufer zieht sich halbkreisförmig vom Schlossberg bis zum "Sauzwinger" der "Hag" hin. Dieser war früher als Naturpark mit seinem über 200 Jahren alten Baumbestand ein beliebtes Ausflugsziel der Hirschberger und ihrer Gäste, bis er in den 70er Jahren den Grenzmaßnahmen zum Opfer gefallen ist.


                                                                            Das Schloss mit der alten Steinmühle


 Seit der Grenzöffnung bemühten sich die Hirschberger Bürgerinitiative
"Rettet den Hag" gemeinsam mit dem Frankenwaldverein, diesen Naturpark wieder in alter Schönheit erstehen zu lassen und den Zugang durch einen Hängesteg zu erleichtern.

Am 25.05.1991 konnte bereits ein neuer Hängesteg übergeben werden.


Saalesteg zum hinteren HagDer Hängesteg im Winter bei zugefrorener Saale













           Saalesteg zum hinteren Hag                                              Der neue Hängesteg im Winter

 

Kontakt

 

Stadtverwaltung

Marktstraße 2

07927 Hirschberg

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Telefax: 036644 22224

eMail: info@stadt-hirschberg-saale.de