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Hag- u. Hängesteg

Über den Hängesteg, eine im Fels verankerte Stahlkonstruktion, gelangt man aus der Hirschberger Altstadt am schnellsten in die Idylle des Hages.



Der Hag, die bewaldete Felswand zieht sich von dem steilen Felsen des Lohberges über die Schloßterrasse an den Hängen der Saale hin. Er war eine einzigartige Mischung aus Laub- und Nadelwald.

Die prachtvollen alten Baumbestände ließen darauf schließen, dass dieser Naturpark schon von früheren Besitzern des Schlosses planmäßig angelegt worden ist.
Es gab viele Ruhebänke, bequeme Wege und ein Gasthaus. Der Hag war in den 20er und 30er Jahren ein beliebtes Ausflugsziel der Hirschberger und ihrer Gäste.
 
Zu DDR-Zeiten war es verboten, den Hag zu betreten und fast die Hälfte der alten Baumbestände sowie das Gasthaus fielen den Grenzmaßnahmen zum Opfer.
 
Nach der Wende wurde die Bürgerinitiative "Rettet den Hag" gegründet.
Es wurden neue Bäume gepflanzt und die Wege wieder begehbar gemacht. Über der Saale,entlang des Felsens, führt ein neuer Hängesteg von der Stadt in den Hag. Sitzbänke, eine Schutzhütte und eine lange Bank, auf der mind. 92 Personen Platz finden, laden zum Verweilen ein.

Foto: Barwinsky, OTZ.

Seit 1995 verläuft der Saale-Orla-Wanderweg als überregionaler Wanderweg durch den Hag. Einheimische und zahlreiche Besucher nutzen den Hag wieder als Erholungsgebiet.


Vegetation

Hirschberger Hag mit SaaleDer Hag ist eine einzigartige Mischung aus Laub- u. Nadelwald, Wiesenflächen, Felsformationen, Bachläufen und dem zum Teil breiten Saaleufer an einem kleinklimatisch bemerkenswerten Südhang.

Besonders hervorzuheben sind der Sauzwingerfelsen, zum Teil sehr alte Linden, Eichen, Hainbuchen, Buchen, Trockengebüsche und das Saaleufer als Brutgebiet zahlreicher Wasservögel. Bei einer Teilerfassung der Farn- und Blütenpflanzen im Hag konnten bisher bereits 149 Arten bestimmt werden, unter anderem auch Türkenbundlilie, Leberblümchen, Einbeere, Siebenstern, Wimpernfarn, schwärzender Geisklee und Sumpfzypressen.

Sehr wertvoll ist eine hohe Artenvielfalt von Groß- und Kleinschmetterlingen. Leider wurden begonnene entomologische Untersuchungen nicht weitergeführt.

Das Totholz des Hags beherbergt eine Vielzahl von Käfern und anderem Kleingetier.
Auch die Vogelwelt ist hervorzuheben. 

Der Verlust des Hages als Naturschutzgebiet wäre ein Verlust an unserer Heimat.

 

Blühende Türkenbundlilie Juni 2009

  

 

Kontakt

 

Stadtverwaltung

Marktstraße 2

07927 Hirschberg

Telefon: 036644 4300

Telefax: 036644 22224

eMail: info@stadt-hirschberg-saale.de